Tag 9/10 – Schießerei und BioDanza

Tag 9/10 – Martfeld
Am Samstag dann, auf nach Martfeld. Die ca. 7 Kilometer lange Forststraße von Beppen nach Martfeld, führt durch ein langes Waldstück, das ich durchqueren mußte. Von weitem hörte ich viele und laute Schüsse. Da war der besondere Moment. Keine Angst, aber der Gedanke “Was mache ich jetzt?”.
Ich bin weiter gegangen….Und kam, in der Mitte des Waldes, auf eine kleine Gaststätte. Einen Bretterzaun pirschte ich entlang, wenn das Gehen mit 20 Kilo Gepäck so genannt werden kann, und tat mutig einen Blick hinter den Zaun, wo mehrere Männer ihre Feuerwaffen abfeuerten.
Die Kneipe, so erfuhr ich später, heisst “Jerusalem”, und bietet hinter dem Haus einen Tontauben-Schießplatz.
Nachdem man mich, trotz auffälligem Kopfnicken und freundlichem Lächeln meinerseits ausgiebig ignoriert hatte, konnte ich doch über mein Schild ihre Aufmerksamkeit auf mich und meinen Lauf lenken. Ein kurzes freundliches und interessiertes Gespräch über meine Friedenswerbeaktion begann und endete abrupt mit der Aufnahmewilligkeit der Schützen nach 3 Minuten.
In Martfeld beschloss ich, zum Zwecke weiterer Überlegungen wie ich mit der Frage des Nachtquartiers umgehen sollte, erst einmal unter einem Baum zu rasten und das Vesperpaket von Tina zu geniessen.
Ich saß nur kurz, als sich Traute mit ihrer Hundedame Lotte zu mir gesellte. Traute war sich sicher, ich müsste Bettina, ihre Freundin kennen lernen und stellte mich dort vor. Es wurden schnell alle Pläne für den Abend umgeworfen und wir kochten,aßen, spielten Doppelkopf und tanzten in der Küche. Ein wunderschöner lustiger Abend an den sich ein zweiter Tag anschloss, in diesem kleinen Paradies mit wunderbaren Menschen, die mich vom ersten Moment an integriert hatten.

tmp_13777-DSC_0080-1353445627

tmp_13777-DSC_0084254432303

Bettinas Garten ist ein wundervoller Ort des Lebens und des Friedens.
Wir haben jongliert, Neomi wunderbar mit Keulen, mir haben die Keulen zweimal empfindlich auf die Nase gegeben. Camillo balanciert fast alles auf der Nase.
Ich durfte einige neue Erfahrungen machen….BioDanza. Bis dahin hatte ich wie viele andere, auch meine feste Meinung dazu: so etwas mache ich nicht, das ist nichts für mich, bisschen albern, etwas für Weichkekse…..etc, was man so für Gründe findet, wenn man eigentlich nur Schiss davor hat. Heute bin ich froh Biogedanzt zu haben. Das war eine großartige und neue Erfahrung mit tollen Menschen.
Auch für einen Cowboy wie mich!

tmp_13777-DSC_0093-1478944782

Das waren wundervolle zwei Tage, voller Vertrauen, Spaß, guter Gespräche, Inspiration, Leckerschmeckerkaffeemaschine Kaffee (Tzänks Fillippo) Vielen Dank Traute, Bettina, Fillippo, Camillo, Josh, Brigitte und allen Danzern.